The Witch

Review: The Witch

16
Apr
2016

Vor einiger Zeit machte der feine “It Follows” uns Horrorfans ganz wuschig, in diesem Jahr heißt der aktuelle Grusel-Hype “The Witch”. Kim und Wolf sprechen über einen der ungewöhnlichsten Schauerfilme der letzten Zeit. Knallhart gruselig oder mal wieder viel Aufregung um nix? Die Antwort im (nahezu spoilerfreien!) Review. Viel Spaß!

Und als Podcast gibt’s das Gelaber natürlich auch wieder!

“The Witch” läuft ab dem 19. Mai in deutschen Kinos, auf den Fantasy Filmfest Nights allerdings schon eher.

Yo, Witches and Bitches – Bock auf den Film?



7 Kommentare

  • Sparifankerl sagt:

    [Ich versuche mich relativ spoilerfrei zu halten, werde aber hier und da doch ein paar Sachen ansprechen, ähnlich wie am Ende des Videos.] Ich fand euer Review wirklich interessant, vor allem weil der Film bei mir genau den gegenteiligen Effekt hatte, ich fand ihn nämlich ganz furchtbar. Nach dem Trailer hab ich mich schon sehr darauf gefreut, und so etwas wie eine Mischung aus Das Weiße Band und Antichrist erwartet. Oder einfach einen guten Horrorfilm, von denen es ja leider nicht sehr viele gibt.

    Darum war ich dann umso enttäuschter, weil der Film für mich auf keiner Ebene funktioniert hat. Nicht als Horrorfilm, weil er einfach null gruselig war (ein Großteil der interessanteren Szenen war auch schon im Trailer). Und wo keine Angst, da auch kein kathartisches Element. Aber er hat für mich auch nicht als Drama funktioniert, weil da einfach zu wenig passiert ist. Die Familie hält eigentlich immer zusammen, erst ziemlich zum Schluss beginnen sie sich gegenseitig zu verdächtigen, und dann ist dieses Thema auch schon wieder erledigt, bevor es irgendwie interessant würde. Und für den Zuschauer ist die Frage sowieso langweilig, weil man ja schon weiß, dass eine echte Hexe dahintersteckt. (Der Film lässt zwar auch eine rein realistische Deutung zu, weil immer wenn etwas übernatürliches passiert jemand gerade schlafen gegangen ist oder danach wieder aufwacht, aber für mich funktioniert dieser Ansatz auch nicht wirklich, dafür sind die übernatürlichen Elemente einfach zu präsent.)

    Was bleibt ist also dabei zuzuschauen, wie diese Familie nach und nach zugrunde geht. Und da kann ich dem Film eine starke Wirkung nicht absprechen, ich hab mich nämlich danach noch tagelang richtig scheiße gefühlt. Falls das die Intention des Films war, so hat er die absolut erreicht, aber warum soll ich mir dann soetwas anschauen? Ich möchte da gerne euer Review zu 12 Years A Slave zitieren, wo ihr ja sinngemäß gesagt habt, dass es auf Dauer einfach nicht interessant ist, jemandem schuldlos und hilflos beim Leiden zuzuschauen. Genauso ging es mir hier. Der Film hat mir dann auch einfach nichts geboten, was die emotionale Distanz, die sich dadurch einstellt, wieder überwinden könnte. Nur das Ende hat auf mich schon fast wie ein Happy End gewirkt (zumindest angesichts der Umstände), allerdings kann ich mir auch hier kaum vorstellen, dass das beabsichtigt war.

    Was ich dem Film aber zugute halten muss ist, dass er wirklich gut gefilmt ist. Auch die Darstellung der historischen Verhältnisse fand ich sehr interessant. Leider macht das für mich die ganzen negativen Punkte, die ich an diesem Film auszusetzen habe, bei Weitem nicht wett. Anscheinend bin ich mit dieser Meinung aber in der Minderheit, wenn man sich mal Rotten Tomatoes etc anschaut. Mir konnte bisher nur leider niemand schlüssig erklären, was dieser Film eigentlich will, bzw. was ich daran gut finden soll.

    • Profilbild von wolf wolf sagt:

      Hey ho,
      danke für dein ausführliches Feedback! Ich kann fast alle von deinen Argumenten nachvollziehen, wenn auch nicht unbedingt teilen. Ich glaube, da hoffst du wohl vergeblich darauf, dass dir jemand erklären kann, was an dem Film gruselig ist – wenn er bei dir nicht funktioniert, dann funktioniert er einfach nicht. Geht mir ja bei jedem zweiten Horrorfilm so, zuletzt eben beim Babadook. Der erreicht mich einfach nicht, ganz egal, wie sehr sich der Film abmüht.
      Bei The Witch finde ich allerdings den eher distanzierten Blick auf die Familie sehr interessant und ich glaube, letztendlich profitiert der Film davon. Vielleicht ein wenig wie bei The Shining, der auch einen klinischen, fast emotionslosen Umgang mit der unglücklichen Familie hat (was der Hauptgrund ist, weshalb Stephen King dem Film bis heute nix abgewinnen kann).
      Außerdem hab ich einfach eine große Schwäche für so Okkultismus-Schinken, das spielt sicherlich auch eine Rolle. Eine schaurige Hexengeschichte ziehe ich der x-ten “Gutsituierte Familie mit Hund zieht in ein verfluchtes Haus ein”-Schlaftablette jederzeit vor.

      • Sparifankerl sagt:

        The Shining ist ein interessanter Vergleich. Ist schon ne ganze Weile her, dass ich den zuletzt gesehen habe, aber ich glaube, ich hab auch nicht sonderlich mit den Protagonisten mitgefühlt. Dafür hatte er aber eine ganz besondere Atmosphäre, die mich richtig reingezogen hat, deshalb hat er mir auch sehr gut gefallen. Von The Witch war ich halt eher genervt bis gelangweilt. Schwer zu erklären, warum genau. Schade, ich hätte ihn auch lieber richtig gut gefunden, meine Freunde waren schließlich auch alle begeistert.

  • Profilbild von freak freak sagt:

    Hallo Wolf und Kim :D
    Ich kann alles bestätigen was ihr beide sagten auser das diese film familie wegen denn zeitalter 1630. so viel an der Bibel hangen.Unser aberglaube ist realittet in diese film welt weil sie ne welt mit fantasy elementen ist. Sie leben in einer welt in der Satan und Hexen existieren und es ist denn fur sie ganz logisch das auch gott existiert weil der film ist mit fantasy elementen (wie das es Hexen und Satans gebt) gemacht. Die höhere machte sind realitet in diesen film und in ihren welt dazu sollte mann sie nicht als religiouse menschen betrahtenn sondern wie menschen die in einer dennen reallen (aber uns nur einer film welt) fantasy welt mit höheren machten existieren und dazu brauchen sie dieses zauber schutz gegen andere böse zauber machte weil sie denn nicht physikalisch parieren können.

  • Ermmm sagt:

    Ich muss sagen auch für mich hat der Film nicht funktioniert. Die Atmosphäre wirkte auf mich nicht so bedrohlich wie das wohl für die Meisten der Fall war. Zwar fand ich die Atmosphäre durchaus ansprechend aber in keinster Weise bedrohlich bzw. nicht bedrohlich genug als dass sie mich durch die vielen eher ruhigen Momente des Films tragen würde.
    Obwohl ich durchaus ein “Fan” klarer Verhältnisse bin ist das wahrscheinlich einfach darauf zurückzuführen, dass praktisch von Beginn an klar ist, dass die Hexe existiert. Das nimmt dem Film für mich einfach das Ungewisse und damit für mich viel an Spannung.
    Hier hat z.B. Rosemary’s Baby auf mich deutlich faszinierender gewirkt.

  • iUserProfile sagt:

    Interessanter Weise haben meine bessere Hälfte und ich den Film beide eher realistisch interpretiert. Alle übernatürlichen Vorkommnisse waren eine Konsequenz aus religiösem Wahn, Hunger und eventuell einer Schimmelpilzintoxikation durch das verdorbene Getreide. Es ist auch möglich das dort eine schizophrene Person in dem Wald gelebt hat oder tatsächlich eins der Familienmitglieder wahrscheinlich die älteste Tochter tatsächlich an einer Schizophrenie erkrankt war. Es ist trotzdem ein intressanter und guter Film der einen schon mitgenommen hat und der jetzt als leichte Donnerstag-Abend-Untherhaltung nicht unbedingt das ideale ist. Da muss man sich schon ein bisschen drauf einstellen vorher.


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